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Liebe Leser und Freunde deutschsprachiger Dichtkunst

 

Hier entsteht ein Blog, in dem ich so viele Gedichte wie möglich zusammentragen möchte.

Aus Gründen des Urheberrechts kann ich aber nur von jenen Dichtern Werke veröffentlichen, die vor mindestens 70 Jahren verstorben sind.

Dieser Blog ist noch im Aufbau und ich würde mich freuen, wenn sie ab und zu mal vorbeischauen und die Fortschritte beobachten.

Ich wünsche ihnen in Zukunft viel Spaß mit diesen Blog.

Mittwoch, 14. oktober 2009 3 14 /10 /2009 16:56
 
     
  Der Liebe verkehrtes Recht

Wie grausam sind/ o Liebe/ deine Rechte!
Ein leichter Sinn schmeckt tausendfache Lust/
Der Thränen Tranck/ der Seufftzer schwere Kost
Nährt und verzehrt die Hertzen treuer Knechte;
Wie grausam seyn/ o Liebe/ deine Rechte!

Könte man für Liebe sterben/ wär ich längstens kalt und todt/
Solte sie ein Feuer heissen/ wär ich längstens Asch und Koth:
Doch ist sie kein Tod zu nennen/ woher fühl ich solche Schmertzen?
Und ist sie kein brennend Feuer/ was kocht so in meinem Hertzen?

Nach aller meiner Pein/ nach aller meiner Noth/
Dadurch ich nur verbittert deine Sinnen/
Hab ich gelernt die Kunst dich zu gewinnen/
Fillis/ ich geh' in Tod.

Fillis/ thu ich zuviel/ wenn ich mich untersteh/
Daß ich dir recht gethan/ für aller Welt zu sagen:
Ein Augenblick kan mich und dich vertragen:
Ich geh in Tod: Ade!

Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
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von Amadeus - veröffentlicht in: Abschatz - Community: Deutsche gedichte
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